Landkreis Traunstein. Am Freitagabend (21. August) mussten infolge des starken Windes beziehungsweise der gewittrigen Regenschauer 15 heimische Feuerwehren zu insgesamt 25 witterungsbedingten Einsätzen ausrücken. Dabei galt es überwiegend, Bäume und Äste zu beseitigen, die auf Fahrbahnen oder Gleisanlagen gestürzt waren. In den meisten Fällen mussten die Floriansjünger zur Motorsäge greifen, um die Verkehrshindernisse zu beseitigen. Größere Schäden oder verletzte Personen wurden glücklicherweise nicht gemeldet.
Die erste Alarmierung erfolgte gegen 17 Uhr für die Feuerwehr Stein an der Traun. Dort war ein Baum auf ein Bahngleis gestürzt. Die letzte witterungsbedingte Alarmierung ging gegen 19 Uhr bei der Feuerwehr Lindach ein. Gegen 20 Uhr konnten die letzten der alarmierten Einheiten einrücken, da alle gemeldeten Einsätze abgearbeitet waren.
Im Voglinger Ortsteil Zunhausen war ein Baum über die Fahrbahn gefallen und musste von den Einsatzkräften beseitigt werden. Kommandant Vitus Obermayer berichtet: „Noch während des laufenden Einsatzes wurde ein weiterer umgestürzter Baum auf der Strecke in Richtung Vorauf gemeldet. Das Verkehrshindernis konnte ebenfalls recht zügig von der Straße geräumt werden.“
In Grassau waren mehrere große Äste im Bereich der Ortenburger Straße auf die Fahrbahn gefallen und hatten die Alarmierung der Feuerwehr erforderlich gemacht. Im Grabenstätter Ortsteil Buch wurde ebenfalls ein umgestürzter Baum gemeldet. „Diesen hat der Landwirt selbst beseitigt, sodass wir seitens der Feuerwehr nicht eingreifen mussten“, informiert Kommandant Sven Lein. Die Feuerwehr musste anschließend noch im örtlichen Gewerbegebiet tätig werden, um dort umgefallene Bauzäune wieder aufzustellen.
An der Kreisstraße TS 23 bei Lampoding blockierte ein kleinerer Baum eine Fahrspur. „Wir konnten das Verkehrshindernis in wenigen Minuten beseitigen, dann war die Straße wieder frei“, berichtet Kommandant Christian Steinmaßl.
„Zweimal Baum über die Fahrbahn“, lautet die Bilanz des Waginger Kommandanten Michael Schramke. Der erste Baum war im Bereich Mittermühle parallel zum Bahngleis auf die Fahrbahn gestürzt, ein weiterer blockierte bei Fisching die Straße. An beiden Einsatzstellen konnte die Feuerwehr die Fahrbahnen rasch wieder freigeben.
Im Wonneberger Ortsteil Greinachtal war ebenfalls ein Baum über die Fahrbahn gefallen. Kommandant Andreas Abstreiter berichtet: „Der Baum konnte zügig beseitigt werden. Damit war die Straße für den Verkehr wieder frei.“
Marcus Illguth, Kommandant in Lindach berichtet, „dass wir mit einer Fahrzeugbesatzung einen etwa 20 Zentimeter dicken Baum zwischen Lindach und Pirach im Schillinger Holz beseitigen mussten“. Martin Schwenk von der Feuerwehr Oberfeldkirchen informiert unterdessen, dass die Feuerwehr im Ortsteil Steinberg tätig werden musste, um dort einen umgestürzten Baum von der Fahrbahn zu beseitigen.
In Pittenhart wurde die Feuerwehr mit dem Einsatzstichwort „Baum über die Fahrbahn“ in den Ortsteil Niederham alarmiert.
Gleich zwei umgestürzte Bäume sorgten in den Einsatzgebieten Stein an der Traun und Traunreut für Behinderungen im Bahnverkehr. Auf der Strecke zwischen Traunreut und Hörpolding stürzte ein Baum auf die Gleise. Wenig später blockierte ein weiterer Baum die Strecke Hörpolding – Trostberg auf Höhe Katzwallner die Bahnlinie. Die Feuerwehren Traunreut und Stein an der Traun veranlassten eine Streckensperrung und beseitigten die Bäume. Nach rund 30 Minuten waren beide Einsätze beendet und die Bahnstrecken konnten wieder freigegeben werden.
Ein heruntergefallener Ast behinderte den Verkehr auf der Staatsstraße 2095 bei Ising. „Wir konnten das Problem schnell beheben“, informiert Kommandant Leopold Siglreitmeier. Mit einem großen umgestürzten Baum hatten es dagegen die Floriansjünger aus Surberg zu tun. „Nahe dem Ortsteil Geiersnest war ein großer Baum komplett über die Fahrbahn gefallen, der durch unsere Einsatzkräfte beseitigt werden musste“, informiert Kommandant Stefan Burghartswieser.
Kommandant Ernst Harrecker von der Feuerwehr Wolkersdorf berichtet von zwei Einsätzen zwischen den Ortschaften Riederting und Höpperding. „Einmal musste ein Baum und das zweite Mal ein größerer Ast von der Fahrbahn geräumt werden“, so der Wolkersdorfer Aktivenchef.
Mehrere umgestürzte Bäume in den Ortsteilen Neuhausen, Kaltenbach und Reichsberg erforderten den Einsatz der Feuerwehr Kammer. Die Aktiven waren mit zwei Fahrzeugbesatzungen gut eine Stunde gefordert, ehe die drei Verkehrsbehinderungen beseitigt waren. Einsatzleiter Hubert Hobmaier berichtet, „dass die Bäume mitunter schwierig zu beseitigen waren, da diese beim Umfallen so ungünstig zum Liegen kamen und dadurch unter Spannung standen. Bei den Arbeiten hat uns auch ein Landwirt mit einem Traktor samt Seilwinde geholfen“. Hob
(Quelle: Text und Bild Hubert Hobmaier)

