Sicher mit dem Fahrrad in die Arbeit

Täglich mit dem Fahrrad in die Arbeit: Das fördert die Fitness und das Wohlbefinden. Allerdings kann der Weg in die Arbeit auch gefährliche Situationen für Fahrradfahrer bereithalten. Peter Schraml, Geschäftsführer von „Maßstab Mensch – barrierefrei & sicher leben“, gab eine Schulung für Beschäftigte der Attler Inntal-Werkstätten.

„Mobilität bedeutet Selbstständigkeit“, sagt Schraml. Im Auftrag der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) bietet er spezielle Fahrrad- und Fußwegetrainings für Menschen mit Assistenzbedarf an. Der Kurs wurde im Rahmen der Betrieblichen Bildung der Attler Inntal-Werkstätten angeboten und gliedert sich in zwei Teile: Im theoretischen Teil erarbeiten die Teilnehmenden die geltenden Verkehrsregeln und besprechen Situationen, die im Straßenverkehr besonders schwer einzuschätzen sind. Außerdem geht es um die Sinne, die beim Fahrradfahren gebraucht werden – Sehen, Hören und Gleichgewicht ebenso wie die richtige Kleidung oder funktionierendes Licht am Fahrrad.

Theorie und Praxis

Am Nachmittag folgten noch Praxisstunden: Hier wurde das sichere Fahren spielerisch mit verschiedenen Parcours trainiert und typische Verkehrssituationen so lange geübt, bis Bremsen, Ausweichen oder Balancieren mit dem Fahrrad besser gelangen.

„Am wichtigsten ist mir, dass die Teilnehmenden sich am Ende selbst besser einschätzen“, erklärt Schraml. Auch für Jürgen Edlmann, Betreuer für die Betriebsintegrierte Beschäftigung, ist der Kurs wertvoll: Er berät die Beschäftigten darin, wie sie am besten an ihren Arbeitsplatz in Attl oder bei Partnerbetrieben kommen. Oft liege die Herausforderung nicht im Fahrradfahren selbst, sondern im richtigen Reagieren in kritischen Verkehrssituationen. Genau das lasse sich auf den Übungsstrecken besonders gut üben und dann auch später besprechen.

Initiiert wurde das Programm von der BGW, bei der die Teilnehmenden über die Inntal-Werkstätten auf ihrem Arbeitsweg gesetzlich versichert sind. Ziel ist es, auch Menschen mit Assistenzbedarf mehr Mobilität und damit mehr Selbstständigkeit zu ermöglichen. Die Fußwege- und Fahrradtrainings helfen dabei, dass sie alltägliche Strecken eigenständig und sicher bewältigen können.

(Quelle: Stiftung Attl)

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