Verkehrssicherheit wird zum Kunstprojekt 

35 Schülerinnen und Schüler der Grundschule am Gries haben gemeinsam mit Katrin Meindl vom AK68 sechs Schachtringe  kreativ gestaltet. Die Kunstwerke werden Ende Juli in der  Palmanostraße aufgestellt und verschönern künftig nicht nur  den öffentlichen Raum, sondern tragen auch zur Sicherheit bei. 

Wo sonst Autos vorbeifahren, werden künftig bunte Kunstwerke  den Straßenraum prägen: Im Rahmen ihrer Projekttage haben die  Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse der Grundschule am Gries  gemeinsam mit der Vorsitzenden des AK68, Katrin Meindl, sechs  Schachtringe farbenfroh gestaltet. Drei Stunden lang wurde  gemalt, ausprobiert und kreativ gearbeitet – ganz ohne feste  Vorgaben. „Es steckt so viele Ideen in den Kindern“, freut sich Frau  Meindl, die das Projekt ehrenamtlich begleitet und dafür die  Farben und Material aus ihrem Atelier mitgebracht hatte. 

Entstanden sind ganz unterschiedliche Motive: ein abstrakt-bunter  Ring als Symbol für die Vielfalt Wasserburgs, Wasserburger Häuser,  die Innschleife, ein Ring zum Thema Umweltschutz mit dem  Wunsch nach „Mehr Bäume für Wasserburg“ sowie zwei  Schachtringe, auf denen die Namen aller Kinder grafisch  verarbeitet wurden. 

Die Idee entstand aus einer gelungenen Zusammenarbeit: Die  Klassenlehrerin Frau Katharina Eicher fragte bei Katrin Meindl an,  ob ein gemeinsames Kunstprojekt möglich wäre. Gleichzeitig  suchte das Stadtbauamt nach einer kreativen Gestaltung für die  Schachtringe, die künftig für mehr Sicherheit in der Palmanostraße  sorgen sollen. So wurde aus beiden Ideen ein gemeinsames  Projekt von Grundschule, AK68 und Stadtverwaltung.

Die sechs Schachtringe, die vom städtischen Bauhof  bedarfsgerecht vorbereitet wurden, werden Ende Juli an der nördlichen Einfahrt zur Palmanostraße aufgestellt und unter  anderem durch den Verein „Essbare Stadt“ bepflanzt. In der  Vergangenheit ist es hier immer wieder zu Problemen gekommen,  da parkende Fahrzeuge den Durchgang für Fußgänger stark  einschränken. Durch die Sperrung des Bereiches wird für  Fußgängerinnen und Fußgänger – insbesondere für die vielen  Schulkinder der Förder- und Grundschule – ein sicherer Schulweg  ermöglicht.  

Nach dem Aufstellen der Schachtringe ist eine Einfahrt nördlich  des Waaghäusls beziehungsweise am Fußgängerüberweg nicht  mehr möglich. Die Zufahrt zur Palmanostraße bleibt weiterhin von  Süden her, am Waaghäusl vorbei, bestehen. Diese neue  Verkehrssituation soll drei Monate lang getestet und genau  beobachtet werden. Auf dieser Grundlage entscheidet der  Bauausschuss anschließend über das weitere Vorgehen. 

Das Projekt zeigt, wie aus einer praktischen Maßnahme etwas  Besonderes entstehen kann: Durch die Kreativität der Schülerinnen  und Schüler wird aus notwendiger Infrastruktur ein sichtbares  Zeichen für gemeinsames Gestalten und mehr Lebensqualität in  der Stadt. Besonders schön ist dabei, dass die Kinder künftig an  ihren eigenen Kunstwerken vorbeigehen und erleben können, wie  ihre Ideen den öffentlichen Raum mitprägen. 

(Quelle: Text und Bild Stadt Wasserburg am Inn)

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