Der Ruf der Veranstaltung ist legendär und hat sich auch in diesem Jahr wieder bewährt. Der Attler Spielenachmittag, der am Samstag, den 12. September, bei sonnigem Spätsommerwetter stattfand, zog knapp 2000 Besucher an. Vor allem Familien mit jüngeren Kindern nutzten das Angebot zwischen 14 und 17 Uhr, wenngleich für alle Altersklassen etwas geboten war. Denn statt teurer Fahrgeschäfte finden die Familien in Attel unbeschwerten Spielespaß. Besonders lange Schlangen bildeten sich wieder beim Kinderschminken, bei der Lederwerkstatt oder beim Ponyreiten. „Wir haben im Vergleich zum Vorjahr personell aufgestockt, und trotzdem müssen wir zu Spitzenzeiten unsere jungen Besucherinnen und Besucher um Geduld bitten“, sagt Ulrich Huber, der mit seinem Freizeitteam alle Angebote organisiert hat und für einen reibungslosen Ablauf sorgte. Mehr als 100 Helfer konnte er für den Spielenachmittag gewinnen, darunter Mitarbeitende der Stiftung Attl, betreute Menschen, Vereine und Ehrenamtliche. Sie ermöglichten die mehr als 30 Angebote, an denen mit speziellen Attl-Talern bezahlt werden konnte. Trotz des Andrangs bewahrten sich die Besucher ein rücksichtsvolles Miteinander und gute Laune auf dem Areal rund um die Makarius-Wiedemann-Schule und dem angrenzenden Sportplatz. Damit war die Familienveranstaltung wieder einer der Höhepunkte des Attler Herbstfests.
Familienfreundliche Preise
„Wir halten die Stationen bewusst preiswert, damit auch kinderreiche Familien mit unserem Talersysteme den ganzen Nachmittag lang großen Spaß haben können“, betont Huber, der selbst Familienvater ist.
Damit man nichts verpasste, half den Besuchern beim Auffinden der Angebote ein Lageplan mit QR-Code. So tobten sich die Kleinsten auf dem Minizug, beim Spiel mit den Riesenbauklötzen oder beim Spiel mit Seifenblasen aus. Die größeren Kinder versuchten sich beim Lebendkicker oder bemalten Stofftaschen. Viel Vergnügen bereitete wieder Katis Kasperltheater, das dreimal vor der voll besetzten Schulaula spielte, und Clownin Tilda. Für Nervenkitzel sorgte erneut die Freiwillige Feuerwehr Attel-Reitmehring mit einer Brandvorführung. Außerdem konnten die Besucher das Löschen mit dem Wasserschlauch üben. Und das Attler ABM-Orchester spielte live am Lagerfeuerplatz vor der Schule seine größten Hits.
Leider musste der Wasserspielplatz gesperrt bleiben, da er sich in Reparatur befindet. Doch das Goldwaschen nebenan bot einen kleinen Trost. „Es war für jeden etwas dabei“, resümiert Ulrich Huber. Und zur Stärkung standen ein Eiswagen, ein Popcorn- und ein Getränkestand bereit.
Bierverein bot Führungen an
Sogar für die ganz Großen war etwas geboten: Der Verein Wasserburger Bierkultur öffnete sein Sudhaus in der Alten Ökonomie für drei Führungen und schenkte zum Probieren Herbstweiße, Helles und dunkles Bier aus. Wie schon in den vergangenen Jahren unterstützten wieder Mitarbeitende der LfA-Förderbank aus München die Veranstaltung ehrenamtlich. Die Katholische Landjugend Attl baute den Bobbycar-Parcours auf, wo nicht nur die Kleinsten eine Riesengaudi hatten. Und auch die Freiwillige Feuerwehr führte ehrenamtlich ihre Aktionen durch. „Ohne den Einsatz der vielen Helfer könnten wir den Nachmittag in so vielen Besuchern gar nicht stemmen“, so Huber. „Ich danke allen Ehrenamtlichen und Unterstützern, die sich an diesem Tag für die Kinder engagieren und damit auch für die Bewohner der Stiftung Attl.“ Insgesamt zeigte sich Ulrich Huber sehr zufrieden mit dem Spielenachmittag. „Wir haben in den vergangenen Jahren die Angebote und auch das Zeitfenster erweitert und merken, dass wir nun an unser Limit stoßen. Gleichzeitig freuen wir uns über den großen Zuspruch der Familien und Kinder. So viel Trubel wie am Spielenachmittag ist selten in Attel.“
(Quelle: Text und Bilder Stiftung Attl)
